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Montag, 24. Juni 2013

Was ist eigentlich eine Samenbank



Der Begriff Samenbank bezieht auf die Bevorratung verschiedenster Samen, dazu zählen neben Saatgut für die Pflanzenzucht natürlich auch tierische, sowie letztlich auch menschliche Samen - bzw. Spermienzellen. Im Zusammenhang mit der Humanmedizin werden Spermien in der Regel eingefroren um zu einem späteren Zeitpunkt für eine künstliche Befruchtung genutzt werden zu können.

Kinderwunsch durch künstliche Befruchtung

Durch geprüfte Spender wird befruchtungsfähiges Sperma  abgeben und in der jeweiligen Samenbank gesammelt. Je nach Bedarf kann dieses dann, soweit rechtlich möglich, zur Erfüllung eines Kinderwunsches von bis dahin kinderlosen Paaren genutzt werden. Die Auswahl der Spermaspender richtet sich hierbei nach einer klar festgesetzten Qualitätssicherung, welche an den entsprechenden Beschlüssen der deutschen Gesetzgebung orientiert. 

Die künstliche Befruchtung wird derzeit durch das Embryonenschutzgesetz geregelt, welches sämtliche Belange der künstlichen Befruchtung regelt und in seiner momentanen Fassung seit 1991 besteht. Aufgrund dessen, dass eine Gesetzesgrundlage geschaffen wurde kann man sich vielleicht vorstellen, dass der Spielraum, von gewissen klar definierten Voraussetzungen abzuweichen relativ gering ist, heißt im Umkehrschluss, gewisse Voraussetzungen müssen in Deutschland gegeben sein, um eine künstliche Befruchtung durchführen zu lassen. Weniger rechtlich verbindliche Kriterien finden sich in den Richtlinien, welche durch die Bundesärztekammer aufgestellt wurden.

Familienstand und künstliche Befruchtung (Regenbogenfamilie)

Im Gegensatz zu vielen benachbarten EU-Staaten ist der Familienstand für eine künstliche Befruchtung in Deutschland nicht unwichtig, denn eine Richtlinienüberarbeitung  der Bundesärztekammer aus dem Jahre 2006 gesteht nur Ehepaaren oder heterosexuellen Paaren in gefestigter Partnerschaft Zugang zu einer Samenbank und somit zu einer künstlichen Befruchtung. Dieser Zusatz ist im übrigen nicht im Embryonenschutzgesetz verankert. Wie man sich vorstellen kann stößt diese Richtlinie in einer Gesellschaft, in der gelebte Homosexualität durchaus keine Seltenheit ist auf Unverständnis, vor allem lesbische Paare, die teils sogar standesamtlich verheiratet sind fordern Zugang zu künstlicher Befruchtung.

Dieser Umstand erschwert vielen Paaren die Erfüllung eines möglicher Weise langersehnten Kinderwunsches, die differenzierten Ansichten zwischen Gesetz und Richtlinien der Bundesärztekammer sollten zeitgemäß angepasst werden. Welche Samenbank am Ende ins Blickfeld des Interesses rutscht und welche Möglichkeiten der Auswahl bestehen kann man in Samenbankverzeichnissen nachvollziehen. Die zur Zeit größte private Samenbank befindet sich in Dänemark und firmiert unter dem Namen "Cryos International Sperm Bank Ltd."

Montag, 13. Mai 2013

Kinderwunsch mit Hilfe des Eisprungkalenders


Der Eisprung findet bei Frauen zumeist in der Mitte des Menstruationszyklus statt. Ab diesem Zeitpunkt ist die Eizelle für ungefähr 24 Stunden befruchtungsfähig. Gerade Paare mit unerfülltem Kinderwunsch haben ein reges Interesse diesen Zeitpunkt möglichst optimal abzupassen und so ihre Chance, endlich eine gesunde Schwangerschaft zu erreichen, zu erhöhen. Der Vorteil ist hierbei, dass die Samenzellen des Mannes wesentlich länger, nämlich bis zu sechs Tage im Körper der Frau überleben, was die fruchtbaren Tage deutlich erhöht und deren Beginn auf fünf bis sechs Tage vor den Eisprung verlegt.

Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten für Frauen mit Kinderwunsch, den Eisprung abzupassen, was interessant sein kann, wenn man zum Beispiel den Geschlechtsverkehr danach ausrichten möchte um eine gesunde Schwangerschaft doch noch möglich zu machen. Außer der Eisprungkalender-Methode, welche im Folgenden näher vorgestellt wird, gibt es noch verschiedenste Ermittlungsmethoden, wie den Zykluscomputer, die Temperaturmethode oder auch den Ovulationstest. Diese unterscheiden sich im allgemeinen durch die Art der Ermittlung und somit durch den notwendigen Zeitaufwand und die daraus resultierende Genauigkeit bezüglich der Messergebnisse.

Die Eisprungkalender-Methode
Der Eisprungkalender bietet hierbei ein Mittel mit relativ kleinem Aufwand, mit trotzdem relativ genauer Eingrenzung des Eisprungs und damit der fruchtbaren Tage, wobei andere Methoden durchaus genauere Ergebnisse liefern können (Weshalb sich diese Methode auch nicht zur Empfängnisverhütungsmethode eignet!). Um mit dem Eisprungkalender zu arbeiten stehen dem Paar mit Kinderwunsch verschiedenste Möglichkeiten zu Verfügung, so kann man sich aus der weiten Welt des Internets webbasierte Rechner herunterladen oder sogar die eine oder andere funktionale App für gängige Smartphones bekommen. Im übrigen kann man sich auch der altbewährten Methode anvertrauen und die benötigten Werte selbst ausrechnen.

Wie funktioniert die Berechnung der Eisprungkalender-Methode
Um die fruchtbaren Tage der Frau optimal zu bestimmen und so die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft zu erhöhen braucht man an sich nur den ersten Tag der letzten Menstruationsblutung und die die durchschnittliche Zykluslänge (Diese errechnet sich, indem man die Anzahl an Tagen zwischen dem Beginn der letzten Menstruation und dem Beginn der nächsten/folgenden Regelblutung betrachtet.) in Augenschein nehmen. Wenn Frau den Beobachtungszeitraum verlängert und die auftretenden Zyklen so über z.B. einige Monate betrachtet, lässt sich die Aussagekraft der Eisprungkalender-Methode deutlich erhöhen, da die durchschnittliche Zykluslänge präziser errechnet werden kann. Damit lässt sich letztlich auch der nächste zu erwartende Eisprung schätzen.