Montag, 13. Mai 2013

Kinderwunsch mit Hilfe des Eisprungkalenders


Der Eisprung findet bei Frauen zumeist in der Mitte des Menstruationszyklus statt. Ab diesem Zeitpunkt ist die Eizelle für ungefähr 24 Stunden befruchtungsfähig. Gerade Paare mit unerfülltem Kinderwunsch haben ein reges Interesse diesen Zeitpunkt möglichst optimal abzupassen und so ihre Chance, endlich eine gesunde Schwangerschaft zu erreichen, zu erhöhen. Der Vorteil ist hierbei, dass die Samenzellen des Mannes wesentlich länger, nämlich bis zu sechs Tage im Körper der Frau überleben, was die fruchtbaren Tage deutlich erhöht und deren Beginn auf fünf bis sechs Tage vor den Eisprung verlegt.

Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten für Frauen mit Kinderwunsch, den Eisprung abzupassen, was interessant sein kann, wenn man zum Beispiel den Geschlechtsverkehr danach ausrichten möchte um eine gesunde Schwangerschaft doch noch möglich zu machen. Außer der Eisprungkalender-Methode, welche im Folgenden näher vorgestellt wird, gibt es noch verschiedenste Ermittlungsmethoden, wie den Zykluscomputer, die Temperaturmethode oder auch den Ovulationstest. Diese unterscheiden sich im allgemeinen durch die Art der Ermittlung und somit durch den notwendigen Zeitaufwand und die daraus resultierende Genauigkeit bezüglich der Messergebnisse.

Die Eisprungkalender-Methode
Der Eisprungkalender bietet hierbei ein Mittel mit relativ kleinem Aufwand, mit trotzdem relativ genauer Eingrenzung des Eisprungs und damit der fruchtbaren Tage, wobei andere Methoden durchaus genauere Ergebnisse liefern können (Weshalb sich diese Methode auch nicht zur Empfängnisverhütungsmethode eignet!). Um mit dem Eisprungkalender zu arbeiten stehen dem Paar mit Kinderwunsch verschiedenste Möglichkeiten zu Verfügung, so kann man sich aus der weiten Welt des Internets webbasierte Rechner herunterladen oder sogar die eine oder andere funktionale App für gängige Smartphones bekommen. Im übrigen kann man sich auch der altbewährten Methode anvertrauen und die benötigten Werte selbst ausrechnen.

Wie funktioniert die Berechnung der Eisprungkalender-Methode
Um die fruchtbaren Tage der Frau optimal zu bestimmen und so die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft zu erhöhen braucht man an sich nur den ersten Tag der letzten Menstruationsblutung und die die durchschnittliche Zykluslänge (Diese errechnet sich, indem man die Anzahl an Tagen zwischen dem Beginn der letzten Menstruation und dem Beginn der nächsten/folgenden Regelblutung betrachtet.) in Augenschein nehmen. Wenn Frau den Beobachtungszeitraum verlängert und die auftretenden Zyklen so über z.B. einige Monate betrachtet, lässt sich die Aussagekraft der Eisprungkalender-Methode deutlich erhöhen, da die durchschnittliche Zykluslänge präziser errechnet werden kann. Damit lässt sich letztlich auch der nächste zu erwartende Eisprung schätzen.

Freitag, 5. April 2013

Wie entwickelt sich ein Baby nach der Schwangerschaft, Teil 3



Das Sozialverhalten des Babys
Die Mimik, die ein Baby bewusst ausdrücken kann entwickelt sich in der Regel nach etwa zwei Monaten, ab diesem Zeitraum kann ein Baby z.B. durch Lächeln Kontakt zu seinem Gegenüber herstellen, ohne diesen jedoch genau zuzuordnen zu können. Die Möglichkeit der Unterscheidung entwickelt sich beim Baby etwa neun Monate nach der Geburt, dann ist eine Differenzierung zwischen fremden und bekannten Gesichtern möglich, was dazu führt, dass viele Babys weinen wenn sie nicht in den Armen ihrer Mutter liegen. Der Säugling sucht sozusagen die Nähe der Mutter. In den Folgemonaten lernt das Kleinkind vertrauten Personen gegenüber durch Mimik seine Zuneigung auszudrücken und so bewusst Kontakte herzustellen.

Das Spielverhalten des Säuglings
Gerade das Spielverhalten des Babys orientiert sich doch stark an den sich entwickelnden motorischen Fähigkeiten. Mit fortschreitender Entwicklung geht das Baby dann dazu über, statt der eigenen Finger auch andere Dinge zur Beschäftigung zu nutzen. Erkennbar ist dabei spätestens ab dem fünften Monat die Erkundung der Umgebung, ab dem sechsten bis siebenten Monat sogar das Greifen nach umherliegenden Gegenständen, was Eltern doch das eine oder andere mal zur Weißglut bringen kann. Anschließend, also schon gegen Ende des ersten Lebensjahres erforscht das Baby alles erreichbare mit Augen, Händen und Mund, wobei ergriffene Gegenstände oft geschüttelt, geklopft oder geworfen werden.

Das Baby und seine Sprachentwicklung
Wie jeder sicherlich schon einmal hören dürfte kommunizieren Säuglinge durch Lautäußerungen, die gerade in den ersten Lebensmonaten meist um ihren Unmut kund zu tun. Dieses als Schreien zu bezeichnenden Geräusche wandeln sich wenn das Baby mit ungefähr drei bis vier Monaten zu lallen bzw. zu brabbeln beginnt. Ab da werden gezielte Lautäußerungen immer öfter, vor allem einsilbige Töne und Vokale  werden vom Baby zur Kommunikation genutzt. Auch die Motorik des Stimmapparates entwickelt sich in diesem Zeitraum deutlich, was gegen Ende der Säuglingsphase dazu führt, dass ein Baby auch Doppelsilben wie das heißbegehrte "Papa" und "Mama" sprechen kann.

Mittwoch, 3. April 2013

Wie entwickelt sich ein Baby nach der Schwangerschaft, Teil 2



Reflexe und Reaktionen eines Kleinkindes
Die meisten Reaktionen und Reflexe eines Babys lassen sich einem Bereich des Zentralnervensystems zuordnen, diese bilden sich nahezu parallel zu den oben beschriebenen sensomotorischen Entwicklungsstufen aus, bzw. sind sie physiologisch angesiedelt. Dabei sind vor allem die Reflexe unwillkürlich ablaufende Vorgänge, welche zumeist als Antwort auf äußere Reize zu sehen sind, welche zentral über das Zwischenhirn gesteuert werden. Die Reaktionen, welche Reflexe hervorrufen sind zwar Antworten auf von außen einwirkende Reize, folgen aber meistens genau vorherbestimmten Mustern. Die meisten bei Babys zu beobachtenden Reflexe sind sogenannte Primitivreflexe, welche junge Eltern mit Hilfe einfachster Prüfverfahren nachvollziehen können. Dazu zählen zum Beispiel der Greifreflex und später der Schreitreflex.

Davon zu differenzieren sind vor allem tonische Reflexe
Im Verlauf der Entwicklung von differenzierten Bewegungen, welche sich von Primitivreflexen unterscheiden, hängt der Muskeltonus von der Kopfstellung des Babys ab. Hierbei entwickeln sich tonische Reflexe, die bei einem gesunden Baby die Einnahme von verschiedenen Körperstellungen niemals behindern sollten. Ansonsten kann nämlich im weiteren die Aufrichtung, sowie die Entwicklung der Stell- und Gleichgewichtsreaktion verhindert werden. Zu tonischen Reflexen gehören unter anderem der Labyrinthreflex und der Nackenreflex. Ebenso wie Primitivreflexe kann man auch tonische Reflexe relativ leicht prüfen und so die Fortschritte bei der Entwicklung des Babys nachvollziehen. Um Kopf und Rumpf bei Lageveränderungen entsprechend einzustellen, entwickeln sich nach dem Abbau von tonischen Reflexen die sogenannten Stellreaktionen, welche vor allem der Antischwerkraftentwicklung dienen, also maßgeblich für die Ausprägung späterer Stütz-und Gleichgewichtsreaktionen des Babys sind.


Donnerstag, 21. März 2013

Wie entwickelt sich ein Baby nach der Schwangerschaft, Teil 1



Als Baby bezeichnet man im allgemeinen ein Kind im ersten Lebensjahr (danach schließt sich in der Regel das Kleinkindalter an), welches zumeist mit Muttermilch genährt wird, weshalb auch der Begriff Säugling verwendet werden kann. Der Begriff Säugling leitet sich natürlich von dem beim Stillen zu beobachtenden Saugreflex ab, wobei die Bezeichnung eines Kindes als Säugling völlig unabhängig davon ist, ob tatsächlich gestillt wird. In den ersten vier Lebenswochen wird ein Baby auch als Neugeborenes bezeichnet, was durchaus nahe liegt und keiner Erklärung bedarf.

Wie entwickelt sich der Körper des Babys

Die einzelnen Phasen der Entwicklung ist in den ersten Monaten relativ typisch, wobei leichte Entwicklungsdefizite in der Regel wieder aufgeholt werden, bei langfristigen als auffällig zu bezeichnenden Defiziten in der Entwicklung des Babys ist dann die Pädiatrie gefragt. Das Baby vollzieht ein sogenanntes allometrisches Wachstum, d.h. Proportionsänderungen größeren Ausmaßes werden vorgenommen. Bei Säuglingen kann man dies besonders beim Kopf zu Rumpf Verhältnis sehen, welches beim Baby ca. 1:4, im Erwachsenenalter hingegen nur noch ca. 1:8 beträgt. Zu Beginn, also in den ersten drei bis fünf Monaten nach der Geburt verdoppelt ein gesundes Baby sein Gewicht und wächst rund 15cm. Gegen Ende der ersten zwölf Lebensmonate sollte das Kind etwa zehn Kilogramm wiegen, also ungefähr dem dreifachen seines Geburtsgewichtes, und in etwa 75cm groß sein. Diese Werte sind Durchschnittswerte und können sich mit zunehmendem Kindesalter in ihrer Streuung immer weiter vom Durschnitt unterscheiden.

Wie entwickelt das Baby seine Motorik

Die sogenannte sensomotorische Entwicklung beschreibt dynamische Wechselwirkungen von Wahrnehmungen und reaktiven Bewegungen. Die heutige Forschung geht davon aus, dass die Entwicklung des Babys von der Geburt bis zum aufrechten Stand hin kontinuierlich und durch Rückgriffe auf ein angeborenes Lernprogramm abläuft. Natürlich verläuft die Entwicklung eines jeden Neugeborenen individuell, so unterscheiden sich bereits im Säuglingsalter die Charaktereigenschaften der jeweiligen Babys, somit z.B. auch die Reihenfolge und Geschwindigkeit zu erlernender Fähigkeiten.

Mittwoch, 6. März 2013

Was unterscheidet bei einer Zwillingsgeburt die Entwicklung der Föten?



Dass man in der heutigen Zeit wesentlich häufiger auftretende Mehrlingsgeburten beobachten kann als noch vor wenigen Jahrzehnten liegt vor allem an der besseren medizinischen Versorgung, Fertilitätsbehandlungen und natürlich künstlichen Befruchtungen. Ein Spezialfall der Mehrlingsgeburt ist die Zwillingsgeburt, welche mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:250 eintreten kann, heißt jede 250ste Schwangerschaft führt zur Geburt von Zwillingen. Zwillinge werden medizinisch definiert, als Kinder (zwei) einer Mutter und eines Vaters beschrieben, welche in der Regel am selben Tag gezeugt wurden und am Ende der Schwangerschaft auch am selben Tag, bzw. besser formuliert innerhalb eines Geburtsvorganges geboren werden.

Welche Zwillingsformen gibt es?

Es gibt vier verschiedene Zwillingsformen, welche sich innerhalb der ersten Tage nach der Befruchtung zu einer Zwillingsschwangerschaft entwickeln, davon sind die beiden eher unbekannten Formen die sogenannten Polkörperchenzwillinge und die Zwillinge aus zweikernigen Eizellen. Die bekanntesten Formen von Zwillingsschwangerschaften sind allerdings die Eineiigen und die Zweieiigen Zwillinge, auf welche im Folgenden näher eingegangen wird.

Eineiige Zwillinge

Eineiige Zwillinge entstehen wenn sich die bereits befruchtete Eizelle in je zwei Embryonalanlagen mit denselben Erbanlagen und dem selben Erbgut teilt, weshalb diese Entwicklung auch als monozygotisch  beschrieben wird. In der Folgeentwicklung kommt es zu einer Spezialisierung der Zellen, nämlich einer Ausprägung von embryonalem Teil und Plazenta, wobei hier der Grad der Entwicklung der sogenannten Eihäute ausschlaggebend für die Art der Zwillingsschwangerschaft ist, denn diese lassen sich nach vollständiger Entstehung nicht mehr voneinander trennen. Die Frage ist also, wann die Spezialisierung, also die Teilung der Zellen stattfindet, in der Regel kann man die Folgeentwicklung wie absehen.

Teilung der Zellen ab dem Zeitpunkt der Befruchtung;


  • ·         < 3 Tage: beide Keimzellen nisten sich einzeln an der Gebärmutter an, es entstehen zwei Plazentas und zwei Fruchtblasen
  • ·         >3 u. = 7 Tage: beide Keimzellen nisten gemeinsam an der Gebärmutter, es werden zwei Fruchtblasen ausgebildet, die Versorgung muss allerdings durch eine Plazenta gewährleistet werden
  • ·         >7 u. < 14 Tage: beide Keimzellen nisten gemeinsam an der Gebärmutter, sie teilen sich sowohl Plazenta als auch Fruchtblase
  • ·         > u. = 14 Tage: hierbei kann das seltene Phänomen siamesischer Zwillinge entstehen, bei ungleicher Geschlechtsverteilung leidet das entstehende Mädchen aufgrund einer Chromosomenbesonderheit an dem sogenannten Turner-Syndrom

Zweieiige Zwillinge

Wie man der Bezeichnung "zweieiig" entnehmen kann werden zwei innerhalb eines Ovulationszyklus gereifte Eizellen von zwei einzelnen Spermien (annähernd gleichzeitig) befruchtet. Der Vorgang der Befruchtung kann sich innerhalb eines Zeitraumes von ca. 24 Stunden vollziehen, was auch bedeutet, dass diese Zwillingsform nicht unbedingt innerhalb eines Geschlechtsaktes entstehen muss, was bis zu unterschiedlichen Vätern hin führen kann. Zweieiige Zwillinge, die nicht innerhalb eines Geschlechtsaktes gezeugt werden sind medizinisch gesehen eigentlich nicht mehr als Zwillinge zu sehen, sollten sie tatsächlich über unterschiedliche Väter verfügen nennt man sie z.B. Halbzwillinge.

Ein offensichtlicher Unterschied Zweieiiger Zwillinge gegenüber den oben beschriebenen Eineiigen Zwillingen ist die Tatsache, dass sie durchaus unterschiedlichen Geschlechts sein können, ohne  Chromosomenbesonderheiten aufzuweisen und mit den daraus resultierenden Folgen leben zu müssen. Im übrigen kann man innerhalb von Familienstammbäumen, welche  zweieiig geborene Frauen beinhalten eine Häufung von Zwillingsschwangerschaften finden, so ist die Möglichkeit einer Zwillingsschwangerschaft einer Schwester einer Zwillingsmutter gegenüber Familienbanden ohne Zwillingsschwangerschaften um das doppelte erhöht.